Im Wintersemester 2000/2001 wurde der Diplomstudiengang Medieninformatik eingeführt. Studierende der Medieninformatik schließen in einer Regelstudienzeit von 9 Semestern mit dem Grad eines Diplom-Informatikers ab. Der Studiengang ist so konzipiert, dass er Inhalte der "Kerninformatik", wie sie in üblichen Informatikstudiengängen vorkommen, mit gestalterischen Inhalten verknüpft. Dieses Spektrum wird angereichert durch Module zur allgemeinen Medienkompetenz, wie der Medienpädagogik und der Mediendidaktik bzw. des Medienrechts, sowie durch Module aus den Wirtschaftswissenschaften. Geistes- und sprachwissenschaftliche Veranstaltungen ergänzen das Lehrangebot. Der Studiengang ist praxisorientiert, da während des Studienverlaufs zwei Praktika zu absolvieren sind, eine außerhalb der Universität zu erbringende berufsbezogene Tätigkeit nachzuweisen ist und auch viele sonstige Lehrveranstaltungen einen hohen Übungs- und Praxisanteil aufweisen.
Berufsbilder und Bedarf
Die technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Bereich der neuen Medien ist besonders stürmisch und von großer Tragweite. Es ergeben sich große berufliche Herausforderungen. Die hier neu entstandenen und weiterhin entstehenden Berufsfelder bieten sehr gute Berufsperspektiven. Die jährliche wirtschaftliche Steigerungsrate im Multimedia- und Medienbereich beträgt laut Prognosen des Deutsche Multimedia Verbands (dmmv) in den kommenden Jahren etwa 15%, womit die Chancen von Absolventen am Arbeitsmarkt über Jahre hinaus gesichert sein werden. Absolventen des Studiengangs Medieninformatik sollen in der Lage sein in diesem expansiven Markt, integrative und interdisziplinäre Projekte in den Bereichen Informatik, Kommunikation, Telematik und neue Medien zu planen, durchzuführen und zu managen. Der dmmv nennt hierzu insbesondere vier Tätigkeitsfelder: Multimedia-Projektmanagement, Multimedia-Konzeption, Multimedia-Design und Multimedia-Programmierung.
Die Vorgeschichte
Der Studiengang entstand aufgrund der positiven Erfahrungen, die mit dem
Nebenfach Medientechnik und -gestaltung gemacht wurden. Nach Einführung des Studiengangs Medieninformatik wurde das Nebenfach als solches nicht mehr weitergeführt.